Vorablesen auf vorablesen.de

Noch fünf Tage, um sich um ein Freiexemplar zu bewerben!

Der Erscheinungstermin des Buches rückt näher, die Aufregung beim Autor wächst. Ich schreibe seit 20 Jahren. Es ist immer wieder aufregend, wenn ein neues Buch erscheint. Dieses Mal ist es aber mehr als aufregend. Seit ein paar Wochen, als ich die endgültigen Satzfahnen abgezeichnet habe, wächst da ein Gefühl, das tiefer geht. Ein mulmiges Gefühl. Vielleicht ein bisschen Angst? Wo die Freiheit wächst ist anders, geht deutlich tiefer. Wenn man über vier Jahre einen solchen Stoff in sich trägt, gibt es wunde Stellen, die getroffen werden können.

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89 Briefe werden ein Roman

Franz an Lene am 12. Mai 1942 (S. 90)

Bei den meisten Büchern erinnere ich mich nicht daran, wann und warum ich mich für eine bestimmte Form, Erzählstimme und Perspektive entschieden habe. Das ist oft intuitiv, ergibt sich aus ersten Schreibversuchen, manchmal ist es eine Kernszene, die sich aufdrängt und mir den Stil fast vorgibt. In diesem Fall ist es anders. Ich habe den Moment noch genau vor Augen, als diese Entscheidung fiel. Ich saß an einem der PCs in der Bibliothek des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln und hörte Tondokumente von Zeitzeugen ab. Ich war noch unsicher, wie ich mit dem Thema, dass ich mir vorgenommen hatte, umgehen sollte.

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