Unterrichtsmaterial zum Download

Wo die Freiheit wächst ist – so bestätigen es mittlerweile die ersten Leserinnen und Leser – ein emotional packender Roman. Aber es ist auch eine Möglichkeit sich gleich auf mehrfache Weise mit der Zeitgeschichte und auch mit der Erzählform eines Briefromans auseinanderzusetzen. Der Verlag arsEditon hat deshalb Begleitmaterial in Form von Unterrichtsmaterialien dazu herausgegeben. Die Autorinnen sind Jana Mikota von der Universität Siegen und Iris Wolf, die nicht nur als Lehrerin arbeitet, sondern mit buchwolf.com auch Verlage und andere Institutionen im Bereich der Leseförderung berät.

In den ausführlichen Materialien zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten und Schulprojekten, die sowohl im Deutschunterricht als auch fächerübergreifend in Kombination mit dem Geschichtsunterricht zu nutzen sind, greifen sie insbesondere auch diesen Blog auf und nutzen diesen als modernes, den Jugendlichen vertrautes Medium. Damit schlagen sie den Bogen vom altmodischen Brief zu den heutigen Kommunikationsmitteln.
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Wer es selbst erlebt hat – Zeitzeugen

Gertrud „Mucki Koch, Graffiti Bahnhof Köln Ehrenfeld, Gedenkstelle für die 1944 ermordeten Edelweißpiraten

Für den Roman waren die Erzählungen und Niederschriften von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von besonderer Bedeutung. Sie lieferten den ganz alltäglichen Blick auf das, was uns Geschichtsbücher und historische Abhandlungen in den großen Zusammenhang setzen. Es sind diese individuellen und authentischen Details, die der Fiktion eines Romans das „Fleisch“ verschaffen, die die erfundene Erzählung echt und wahrhaftig klingen lassen. Der Umgang mit solchen Quellen braucht jedoch einiges an Feingefühl und Vorsicht. Je größer der Abstand zum Erlebten ist, desto stärker sind Einflüsse von Dritten, die allgemeine, gesellschaftliche Betrachtung und nachträgliche Einordnung eines Themas für die Erinnerungen von Bedeutung. Das Gedächtnis schlägt uns ein Schnippchen oder Teile, uns vielleicht in der Nachbetrachtung unliebsame Episoden fallen der Verdrängung zum Opfer – durchaus ohne bösen Willen und manchmal vielleicht sogar als Überlebensstrategie.

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