Unterrichtsmaterial zum Download

Wo die Freiheit wächst ist – so bestätigen es mittlerweile die ersten Leserinnen und Leser – ein emotional packender Roman. Aber es ist auch eine Möglichkeit sich gleich auf mehrfache Weise mit der Zeitgeschichte und auch mit der Erzählform eines Briefromans auseinanderzusetzen. Der Verlag arsEditon hat deshalb Begleitmaterial in Form von Unterrichtsmaterialien dazu herausgegeben. Die Autorinnen sind Jana Mikota von der Universität Siegen und Iris Wolf, die nicht nur als Lehrerin arbeitet, sondern mit buchwolf.com auch Verlage und andere Institutionen im Bereich der Leseförderung berät.

In den ausführlichen Materialien zur Gestaltung von Unterrichtseinheiten und Schulprojekten, die sowohl im Deutschunterricht als auch fächerübergreifend in Kombination mit dem Geschichtsunterricht zu nutzen sind, greifen sie insbesondere auch diesen Blog auf und nutzen diesen als modernes, den Jugendlichen vertrautes Medium. Damit schlagen sie den Bogen vom altmodischen Brief zu den heutigen Kommunikationsmitteln.
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Kriegskinder – meine Mutter

Sonntagsspaziergang, Köln 1942 (von links: meine Großmutter, meine Mutter und mein Großvater)

In jedem Buch versteckt sich ein wenig von dir selbst. Oft ist es für niemand erkennbar oder nur deiner Mutter fällt es auf, weil sie ihren Sohn einfach am längsten kennt, auch viele seiner Geheimnisse, viele der Geschichten und Geschichtchen, die sich vielleicht nur Mütter merken. Manches Mal nimmt sie mich dann beiseite und sagte mit verschmitzter Miene: „Ich habe dein neues Buch gelesen, diese eine Sache dort, die verstehe nur ich!“

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Mädchen finden nicht statt

Foto: NSDOK KölnMülheimer Edelweißpiraten 1943 am Drachenfels

Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist männlich. Dieser Eindruck entsteht schnell, wenn man sich mit den Personen und Gruppen beschäftigt, die es wagten „dagegen“ zu sein oder sich zumindest nicht bedingungslos der nationalsozialistischen Ideologie und ihren schrecklichen Folgen zu unterwerfen. Es ist aber ein falscher Eindruck und mir war schnell klar, dass ich mit meiner Geschichte den Blick auf die Frauen oder Mädchen werfen wollte.

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Das Edelweiß war ihr Zeichen

Edelweiß-Graffiti am Bahnhof Ehrenfeld, Hinrichtungsort von Edelweißpiraten, November 1944 (Foto: priv.)

Die unangepassten Jugendlichen, die besonders im Rheinland als Edelweißpiraten bekannt wurden, waren mit dieser Betitelung nicht alle glücklich. Anfangs benutzten sie selbst die Bezeichnung auch gar nicht, obwohl sie durchaus das Edelweiß als ihr Zeichen ansahen. Den zweiten Teil des Wortes, „Piraten“, hatten ihnen nämlich die nationalsozialistischen Behörden angehängt. Damit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass sie die Mitglieder dieser Gruppen als kriminelle, gesetzlose Abweichler betrachteten.
Was wir heute unter dem Begriff Edelweißpiraten verkürzend zusammenfassen, waren in der Zeit des Dritten Reichs vielgestaltige Gruppen und Grüppchen, meistens nicht besonders organisiert, die drei aber Merkmale vereinte:

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Vorablesen auf vorablesen.de

Noch fünf Tage, um sich um ein Freiexemplar zu bewerben!

Der Erscheinungstermin des Buches rückt näher, die Aufregung beim Autor wächst. Ich schreibe seit 20 Jahren. Es ist immer wieder aufregend, wenn ein neues Buch erscheint. Dieses Mal ist es aber mehr als aufregend. Seit ein paar Wochen, als ich die endgültigen Satzfahnen abgezeichnet habe, wächst da ein Gefühl, das tiefer geht. Ein mulmiges Gefühl. Vielleicht ein bisschen Angst? Wo die Freiheit wächst ist anders, geht deutlich tiefer. Wenn man über vier Jahre einen solchen Stoff in sich trägt, gibt es wunde Stellen, die getroffen werden können.

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